Burg Hohenklingen bei Stein am Rhein
Die Burg Hohenklingen besticht vor allem durch ihre wunderbare Aussicht über die Rheinlandschaft rund um Stein am Rhein.
Der Zwinger mit Wachhaus und Alarmglocke, Das unterste Stockwerk des Wehrturmes mit einer übriggebliebenen Kanone.
Die Wachstube der Besatzung. (Die Burg enthält keine öffentlich zugängliche Verliesse, Rittersstuben, Folterkammern, Waffenarsenale usw.).
Einkehrmöglichkeit in der alten Burgstube. Stolz und uneinnehmbar steht die Burg hoch über Stein am Rhein.
Aufgang zur Burg vom Parplatz aus. Legende um den Hohenklingen-Hirschen. Inschrift unter dem Hirschkopf.
Geschichte der Burg
Die Geschichte der Burg Hohenklingen ist eng mit der Geschichte des Städtchens Stein am Rhein und dem Kloster St. Georgen verknüpft. Um 1200 errichtete der Kastvogt des Klosters, Walter von Klingen, an der Stelle der heutigen Anlage einen Wohnturm. Es ist anzunehmen, dass bereits die früheren Kastvögte des Klosters, die Zähringer, dort einen hölzernen Wohnturm mit einem Befestigungsgraben im Norden errichtet hatten, der nach ihrem Aussterben von den Freiherren von Klingen übernommen und ausgebaut wurde.

Fensternische im Turm
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht der von Hohenklingen in die Zweige Hohenklingen-Brandis und Hohenklingen-Bechburg. 1359 verkauften Ulrich und Walter von Hohenklingen-Brandis aus finanziellen Gründen ihren Anteil an Burg Kastvogtei an Österreich und erhielten sie als Lehen zurück. 1419 verkauften ihre Nachkommen das Lehen an Kaspar von Klingenberg, Herr auf der Festung Hohentwiel, der 1433 auch die andere Hälfte der Anlage Hohenklingen kaufte.1457, im Zuge des Niedergang des Kleinadels, mussten die Klingenberger die Burg Hohenklingenverkaufen. Als Käufer traten die Bürger von Stein am Rhein auf, die für die Burg 24'500 Gulden bezahlten. Später wurde die Burg zum wichtigen Endpunkt der Kette der zürcherischen Hochwachten. Es wurde ein Vogt eingesetzt; bis ins 19. Jahrhundert amteten über dreissig Vögte auf Hohenklingen.1484 begaben sich Burg und Städtchen in den Schutz Zürichs, beide sollten den Zürchern in Zukunft offenstehen.

Turmplatte
1499, zur Zeit des Schwabenkrieges, und von 1618 bis 1648 im Dreissigjährigen Krieg spielte die Burg als militärische Befestigung eine wichtige Rolle; zusätzliche Wach- und Hilfsmannschaften wurden auf die Burg verlegt. Nach der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert verlor die Feste an strategischer Bedeutung. Während des Zweiten Weltkrieges war auf dem Turm ein militärischer Beobachtungsposten eingerichtet. 1838 wurde der Hochwächterdienst aufgehoben; als Folge davon drohte die Burg zu zerfallen. Versuche, die Burg zu verpachten, scheiterten am Konkurs der jeweiligen Pächter. Erst der Versuch, in der Burg eine Kuranstalt mit Gästezimmern und einer Wirtschaft einzurichten, brachte nach anfänglichen Schwierigkeiten Erfolg. Heute ist die Burg Hohenklingen mit ihrer Gastwirtschaft und weiten Aussicht ein beliebtes Ausflugsziel. (Wikipedia)
Innenhof mit Sodbrunnen
Einganstor zum Zwinger Über eine Fahrstrasse vom Städtchen Stein am Rhein aus in wenigen Minuten zu erreichen.