Das Steinenkreuz: Ein Sagenumwobener Stein, der einmal an dieser Stelle gefunden wurde. Eine Tafel mit einem Gedicht
von Elise Meyer erzählt die Geschichte dieses merkwürdigen Steines.
Das Steinerne Kreuz
Aus dem Tal zu Berge wandert
Stumm und ernst ein Brüderpaar;
Unten tief das Glöcklein schallet,
Und der Rhein fliesst rasch und klar.
Trägt ein Kreuz von Stein der Blonde,
Grau und schmucklos, unscheinbar;
Eine Schaufel, Grabgeräte
Der im dunkeln Lockenhaar.
Angekommen auf der Stelle,
Wo der eine Pfad geteilt,
In der Ferne unabsehbar
Zwischen Fels und Fluss sich keilt,
Und zurück in weitem Bogen
Nach dem kleinen Dörfchen eilt,
Graben sie mit ems'gen Händen
Eine Grube unverweilt.
In die Grube tief und feste
Rammen sie das Kreuze ein
Und dann drücken sie die Hände
Warm sich überm kalten Stein:
«Lass ein Denkmal treuer Liebe,
Bruder, dieses Kreuz uns sein
Wenn du in der Heimat weilest,
Wenn ich draussen irr' allein ...»